Berufsmasseur mit Diplomabschluss

Der Berufsmasseur mit Diplomabschluss behandelt mit klassischer Massage rheumatische Beschwerden, Verspannungen der Muskulatur und bestimmte Krankheitsbilder, die mit inneren Organen assoziiert sind. Zudem wirkt er präventiv. Der Diplomabschluss wird in der Schweiz durch eine vertiefte Grundausbildung nach den EMR und ASCA Richtlinien (Erfahrungsmedizinisches Register und Stiftung für Komplementärmedizin) erworben (z.B. bei Swiss Prävensana)

Berufsmasseur mit Diplomabschluss: Anerkennung durch die Krankenkassen
Die Schweizer Krankenkassen anerkennen die Leistung der Masseure nach der EMR und ASCA Registrierung. Auch Damit lassen sich die Patientenbehandlungen bei den Kassen abrechnen. Voraussetzung ist der Diplomabschluss nach der Ausbildung, die klassische Massagetechniken und theoretisches Wissen umfasst. Anwendungsgebiete sind Behandlungen bei ernsthaften Beschwerden und die präventive Gesundheitsvorsorge. Diese nehmen immer mehr Schweizerinnen und Schweizer in Anspruch, um bestimmten Beschwerdebildern vorzubeugen, die unter anderem durch langes Sitzen im Büro entstehen – selbst dann, wenn der Arbeitgeber auf einen sehr ergonomischen Arbeitsplatz achtet. Wie den einschlägigen Beschwerden schon im Ansatz entgegenzuwirken ist, wird in der Ausbildung zum Masseur bzw. zur Masseurin vermittelt. Zu den Inhalten gehören auch die allgemeine Krankheitslehre und Pathologie sowie die spezielle Pathologie des Bewegungsapparats. Mit diesem Know-how können Masseure gesunde, im Ansatz bedenkliche und kranke Prozesse voneinander unterscheiden.

Therapiebegleitung durch den Berufsmasseur mit Diplomabschluss
Die klassischen Massagen stimulieren das Gewebe gegen verschiedene Beschwerden und sind eine medizinische Maßnahme, die häufig therapiebegleitend zum Einsatz kommt. Genutzt werden fünf verschiedene Massagegriffe, welche das Gewebe stimulieren, Muskelverspannungen lösen, auf innere Organe einwirken und die Durchblutung anregen. Die Massage erfolgt auf ärztliche Verordnung. Die klassischen Anwendungsgebiete sind:

  • Rückenschmerzen: Rund vier Fünftel der Schweizerinnen und Schweizer leiden mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen, etwa 30 Prozent vor Erreichen des 30. Lebensjahres. Bei einigen Betroffenen wird die Krankheit chronisch. Im medizinischen Sinn handelt es sich um verspannte und verhärtete Muskeln, die zu einer Beeinträchtigung der Bandscheibenfunktion und damit zum Bandscheibenvorfall führen können. Hiergegen haben sich präventive Massagen bewährt.
  • Rheuma und rheumatische Erkrankungen: Hierbei handelt es sich um einen Oberbegriff für über 100 Krankheitsformen mit unterschiedlichsten Ursachen. Vereinheitlicht wurden sie wegen der Symptome am Stütz- und Bindegewebe der Extremitäten und des Bewegungsapparates. Charakteristisch sind zerrende Schmerzen in den Extremitäten, Muskel- und Rückenschmerzen, rote und geschwollene Gelenke, Steifigkeit und Deformierung. Massagen beheben nur in Grenzen einige der Ursachen, wirken aber den Symptomen effektiv entgegen.
  • Viszeralerkrankungen: Diese Erkrankungen gehen von inneren Organen aus und verursachen Schmerzen, die unter anderem mit einer Reflexzonenmassage zu lindern sind. Die durchblutungsfördernde Wirkung von Massagen wirkt auch den Ursachen entgegen.

Berufsmasseur mit Diplomabschluss: Ausbildung
Vermittelt werden in der Ausbildung die professionelle Durchführung von Ganzkörper-, Rücken-, Extremitäten-, Fussreflexzonen-, Nacken- und Sportmassagen, der Einsatz verschiedener Wickel und Packungen, der Umgang mit der ärztlichen Anamnese und die eigene Befundaufnahme sowie Kenntnisse der Gesundheitsförderung und Prävention. Das medizinische Grundlagenwissen umfasst Anatomie, Physiologie, das kardiovaskuläre System, Atmung und Verdauung, Nerven und Lymphe, Pathologie und das Erkennen und Zuordnen bestimmter Symptome. Erste Hilfe und der Einsatz als Emergency Manager gehören ebenfalls zur Ausbildung. Nicht zuletzt muss der Berufsmasseur mit Diplomabschluss, der gegebenenfalls eine eigene Praxis führt, auch kaufmännisch geschult sein, weshalb dieser Bereich genauso zur Ausbildung gehört.